processing. the code goes on
Posted on by BewacherNoch sind die Ergebnisse sehr spärlich, aber die Herangehensweise, mit der in Processing Grafik erzeugt wird, macht mich glücklich. Der übliche Weg, am Computer zu illustrieren ist sehr eingeschränkt: mit einer Applikation, die gewisse Fähigkeiten hat und gewisse Restriktionen, kann man grafische Effekte erzeugen, die dann in einem Format wie Jpeg, Tif oder Eps vom Computer in Code umgewandelt werden.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele bekannte Applikationen tatsächlich unglaublich leistungsstark sind und dennoch nicht glücklich machen. Der Grund liegt in der Beschränkung auf Spezifikationen, die “cross-mediales Publishing” ermöglichen. In anderen Worten: Will ich eine Datei zum Drucker bringen, sollte die Druckerei die Datei auch bearbeiten können. Dann sind beide dazu gezwungen, gewisse Standards einzuhalten, um ein vergleichbares Ergebnis zu erzielen.
Im echten Leben wäre solch eine Einschränkung vergleichbar mit folgendem Szenario: ein Künstler soll ein Bild malen, bekommt aber neben einem Pinsel nur rot und blau zur Verfügung. Damit wird ihm unglaublich viel Spielraum genommen, den er ansonsten gerne nutzen würde. Anderes Beispiel: ein Automechaniker soll mein Auto reparieren, darf aber nur einen 17er Schlüssel und ein Rakel verwenden. Wie schade, dass er nun die defekte Windschutzscheibe nicht ersetzen kann.
Processing ist durch die Idee des emergenten Designs wesentlich offener in seinen Strukturen; man geht sozusagen den umgekehrten Weg. Durch Erzeugen eines Codes generiert man Grafik. Diese ersten Ergebnisse sind sehr nah an den Vorgaben des Tutorials, zeigen aber schon, wie mittels geringster Eingriffe in den Code deutliche Unterschiede erzeugt werden.
Viel Spass dabei!
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